Es war Freitagnachmittag, den 25. Mai 2012. Als ich aus dem Fenster schaute, sah es überhaupt nicht nach Pfingstlager aus, denn es war sonnig und warm. So soll es auch das ganze Wochenende bleiben. Den Regenschutz nehme ich aber trotzdem mit…man weiss ja nie. Am besten auch Handschuhe, eine Kappe und ein Pulli fürs ganz Schlimme. Alles Gepäck, das ich hätte zu Hause lassen können, wie ich beim Auspacken nach dem Lager bemerkte. Nun also das Lager.
Es begann am Freitag beim Felsberg, ein Tippfehler auf der Anmeldung sorgte für grosse Verwirrung. („kommt davon, wenn man alles vom letzten Pfila kopiert“, dachte ich nach dem dritten Anruf).
Zwölf abenteuerhungrige Jungs trafen sich also beim Felsberg und warteten bis es endlich losgehen konnte. Kurz darauf begaben wir uns auf die Reise via Wald ins Goldingertal. Dort angekommen stand uns eine kleine Wanderung zum Lagerplatz bevor, welche wir aber ohne Probleme meisterten. Kaum angekommen, ging es an den Aufbau der Zelte, denn es begann langsam dunkel zu werden. Zum Dessert gab es Schoggibanane und damit war der erste Tag bereits gelaufen.

Der Samstag begann natürlich mit dem Frühstück, das eine Stärkung sein soll, für das was alles noch kommt. Es erwartete uns eine schöne aber sehr anstrengende Wanderung. Zusätzlich brannte gegen Mittag die Sonne auf uns herab und es wurde richtig heiss. Völlig erschöpft kamen wir an unserem Zmittagplatz an und gönnten uns erstmals eine Pause, bevor wir uns die Bäuche mit unserem mühsam mitgetragenen Lunch vollschlugen. Nach dem Essen ging es dann weiter Richtung Atzmännig, wo unser verdienter Lohn wartete. Die Rodelbahn schlängelte sich vor uns den Hügel runter und bot uns viel Action in den kommenden Stunden. Den Rutschturm durften wir ebenfalls in Beschlag nehmen. Beides machte uns sehr viel Spass. Später ging es dann per Taxiservice zurück zum Lagerplatz, wo wir ein Lagerabzeichen bastelten. In Zwischenzeit ist auch die offizielle Lagerküche angereist und hat sich an der Feuerstelle eingerichtet. Während des Abendessens wurde die Stimmung langsam angespannt, denn als eingefleischte „Haggaianer“, ahnten wir was in der kommenden Nacht auf uns warten könnte. In den vergangenen Pfilas mussten wir stets einen Geisterlauf überstehen, was dann mit einbrechender Dunkelheit auch immer intensiver diskutiert wurde, natürlich so dass die Leiter es möglichst nicht mitbekamen. Allerdings nahm die Sache einen völlig anderen Lauf, denn am Waldrand stand ein Openairkino bereit und statt einen Geisterlauf, gab es den ersten Haggai-Openair-Pfila-Cinema-Abend, eine Abwechslung mit der wir natürlich sehr gut leben konnten. So konnten wir also diesen Abend richtig geniessen und die Nacht ohne Geister durchschlafen.

Diese Programmänderung hatte allerdings vor allem für die Leiter weitreichende Konsequenzen. Denn statt vom Duft frisch gerösteter kolumbianischer Kaffebohnen, die uns Albatros diesen Morgen zauberte, wurden wir von einer Horde tobender, von Aramis angetriebenen, Kinder geweckt, die uns von allen Seiten das Zelt stürmten, geweckt. Na gut aufstehen mussten wir sowieso, immerhin waren wir fürs erste Mal wach und schafften es bis zur Feuerstelle und dem vollendeten Kaffegenuss. Die Leiter haben in den Lagern meistens mehr Mühe beim Aufstehen als die Jungs, was auf diverse Gründe zurückzuführen ist.

Das Highlight des Sonntag, war der Jungscharbeweis der uns noch bevorstand, der es uns erlaubt die rot-gelbe Krawatte zu tragen, der uns zu richtigen Cevianer machen soll (hat man uns schon beim Knappen und Schildknappenbeweis gesagt). Nun ja es war also der letzte Test, den wir absolvieren müssen. Allerdings kam das meiste schon mal irgendwo vor, so dass es für uns relativ einfach war. Mit einem guten Gefühl brachen wir dann also unsere Zelte ab, stopften die Schlafsäcke in die viel zu kleinen Hüllen, packten unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg zurück nach Rüti.

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Aus dem Pfila berichtet Thomas Egger v/o Majestix,
mit Eindrücken von Lukas Egli v/o Galbatorix und Thomas Egger